
American Foxtrot: Eleganz auf dem Parkett
Der American Foxtrot ist der Inbegriff fließender Bewegungen und stilvollen Tanzens. Als Teil des American Smooth, einer Tanzdisziplin, die Elemente aus dem Standard- und Lateintanz vereint, bietet dieser Tanz eine faszinierende Mischung aus klassischer Eleganz und kreativer Freiheit. Doch was macht den American Foxtrot so besonders? Wie unterscheidet er sich vom International Style, auch als Slow Fox bekannt?
Die Ursprünge des Foxtrot
In seinen Anfängen war der Foxtrot nicht so geschmeidig wie das heutige „Slow – Quick – Quick“ Damals wurden vier langsame Schritte in Tanzrichtung getanzt, gefolgt von acht schnellen, mit einem leicht tänzelnden Charakter. Die Tänzer bewegten sich im Kreis. Es gab u.a. Kicks und ausgelassene Sprünge. Der Tanz hatte einen ausgeprägten stolzierenden Charakter.
Doch Vernon und Irene Castle sowie andere Tanzlehrer entwickelten neue Figuren für den Rhythmus, und somit wandelte sich der Foxtrot in eine langsamere, elegantere und fließendere Form.
1915 wurde er Mitgliedern der „Imperial Society of Teachers of Dancing“ in London vorgestellt. Von da an begann er seinen Siegeszug durch die Welt des Gesellschaftstanzes und entwickelte sich stetig weiter.
In den 1920er Jahren, dem Zeitalter des Jazz, wurde der Foxtrot wieder schneller. Er übernahm einige der jazzigen Sprünge und Hüpfer des Charleston und entwickelte sich zum heutigen Quickstep. Doch der Quickstep ersetzte den Foxtrot nicht, sondern wurde zu seinem engen Verwandten. Vielleicht ermöglichte die Existenz des Quicksteps sogar, dass der Foxtrott wieder langsamer wurde.
Foxtrot-Stile : Amerikanisch vs. International
Takt (Timing)
Beim Foxtrot gibt es langsame (Slow) und schnelle (Quick) Schritte:
- Slow nimmt zwei Taktschläge ein
- Quick nimmt einen Taktschlag ein
Beide Stile nutzen zudem synkopierte Rhythmen, um die Musik zu vertanzen.
Tanzhaltung (Dance Position)
- Im amerikanischen Stil dürfen sich die Tanzpartner voneinander lösen und offen tanzen.
- Im internationalen Stil bleibt das Paar während des gesamten Tanzes in geschlossener Tanzhaltung.
- Ein klassisches Beispiel für den amerikanischen Foxtrot-Stil sind Fred Astaire & Ginger Rogers, die mit ihrer lockeren und verspielten Art das Bild dieses Stils prägten.
Fußarbeit (Foot work)
- International Foxtrot: Viele Figuren beginnen mit einem „Heel Lead“ (Ferse zuerst), um die charakteristische raumgreifende Bewegung zu erzeugen.
- American Foxtrot: Hier sind weichere Übergänge erlaubt, und Tänzer nutzen öfter Ballenschritte, was mehr Dynamik in die Bewegungen bringt.
Tempo
- American Foxtrot: 120–136 Beats pro Minute (BPM)
- International Foxtrot: 112–120 BPM
- Der amerikanische Stil wird also tendenziell in einem etwas schnelleren Tempo getanzt.
Ausdruck und Charakter
- Amerikanischer Stil: verspielt, frech und sexy
- Internationaler Stil: elegant, geschmeidig und edel
Figuren
Interessanterweise haben der amerikanische und der internationale Foxtrott einige gemeinsame Figuren. Manche haben denselben Namen, wie die Weave. Andere sind identisch in der Bewegung, aber unterschiedlich benannt – zum Beispiel entspricht der Open Left Turn im amerikanischen Stil dem Reverse Turn with Feather Finish im internationalen Stil.
Warum American Foxtrot tanzen?
Ob auf einer Hochzeit, einer Gala oder einfach nur zum Spaß: Der American Foxtrot ist der perfekte Gesellschaftstanz. Er verbindet klassische Tanztechnik mit moderner Eleganz und bietet sowohl Anfängern als auch erfahrenen Tänzern endlose Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung. Beide Stile haben jedoch ihren eigenen Charme, daher bleibt es eine Frage des persönlichen Geschmacks.
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